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Die Insel San Miguel de La Palma (Benahoare*)


Nordost-Passat über der cumbre


Die kanarischen Inseln liegen vor der Küste Mauretaniens im Atlantischen Ozean.
Die obermeerische Erhebung des Archipels setzte vor rund 25 Millionen Jahren ein;
La Palma und El Hierro sind mit einem Alter von rund 2 — 3 Millionen die jüngsten Inseln.

Diese Jugend macht La Palma sehr aktiv: Allein im 20. Jahrhundert brachen
der Chinyero (1909), der San Juan (1949) und der Teneguia (1971) aus.
Die meisten Ausbrüche gehören zum Typ intermedio mit mässigem Ausstoß
von Lava und Pyroklasten.

Herz der Insel ist die caldera de taburiente, ein Einsturzkrater von 12 km Radius,
neun km Durchmesser und 900 m Tiefe. Die anschließenden Berg- und Vulkanketten
der cumbre nueva bzw. cumbre vieja bilden eine Wetterscheide. Höhepunkt einer Wanderung
entlangder ruta de volcano ist eine Besteigung des Teneguia (1971) mit einem Abstieg
über die Lava- und Bimssteinfelder hinab zu den Salinen beim Leuchtturm von El Faro.

Bei El Faro


La Palma ist Weltbiosphärenreservat. Gekrönt wird die Insel auf dem roque de los muchachos (2.468m)
vom größten Observatorium der nördlichen Hemisphäre. La Palma ist überdies durchzogen
von rund 80 großen Höhlen, die eine Länge bis zu 1 km erreichen. Die bekanntesten großen Naturhöhlen
sind der tubo de todoque, die salto de tigalate und die cueva del perdido in Tazacorte.

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*) urspr. Inselname; rekonstruiert aus der bimbache El Hierros


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Das Klima

La Palma liegt an einem Schnittpunkt zweier Strömungen: Der feuchte Nordost-Passatwind
trifft auf den kühlen Kanaren-Meeresstrom. Während der Passat ab April bis weit in den Sommer
hinein reiche Niederschläge im Osten bringt, sorgt die Meeresströmung für angenehme Wasser-
temperaturen zwischen 18oC im Winter und 22oC im Sommer.

Die Klimarhythmik ist mediterran mit Niederschlägen vorwiegend im Spätherbst und Winter
und einer langen Trockenperiode vom Frühjahr bis zum Herbst. Im Sommer wehen häufig
heisse Wüstenwinde aus Nordafrika, der levante (Wind) und der calima (Wind/Sand);
im Winter machen mitunter sturzbachartige Regenfälle Wanderungen lebensgefährlich...



calima aus Nordafrika (Foto: NASA)

Diese klimatischen Bedingungen bewirken große Temperaturunterschiede in den drei Zonen
trocken-warmer küstennaher Sukkulentenbusch, kühlfeuchte Lorbeerwaldstufe und niederschlags-
armes alpines Teideginster-Gebüsch; sie verursachen ausgeprägte Vegetationsstufungen
und die Vielfalt der Standorte ebenso wie die Anbauzonen und die Lebensbedingungen der Menschen.



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Die Flora La Palmas

La Palma wurde bald nach ihrer Erhebung aus dem Meer von Pionierpflanzen wie Flechten, Farne
und den ersten Samenpflanzen besiedelt. Erst nach Jahrtausende haben sich Böden gebildet,
die auch anspruchsvolleren Pflanzen Halt gegeben haben.

Durch die Vielfalt der Standorte und das relativ konstante ozeanische Klima konnten sich
viele Arten erhalten, die anderswo ausgestorben sind — dazu zählen besonders der kanarische Lorbeer
und die Kanarenkiefer, deren nächster Verwandter im Himalaya lebt. Die Endemiten bilden rund
ein Drittel der etwa 2100 Arten auf La Palma und dominieren die Vegetation insgesamt.

Die Kanaren gehören mit den Azoren, Madeira und Teilen der westafrikanischen Küste
zum makaronesischen (sic!) Florareich. Man unterscheidet auf den kanarischen Inseln

1. Küstenvegetation

2. Sukkulentenbusch

3. Thermophile Buschwälder


4. Lorbeerwälder und Baumheide-Buschwälder


5. Kanarenkieferwälder


6. Vegetation der Felswände und barrancos

7. Teideginster-Gebüsche und Teideveilchen-Fluren

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Die Menschen

(in Vorbereitung)

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Die Feste

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